Nudeltips

Wie koche ich Nudeln ??

Die Vorbereitungen

In einem großen Topf reichlich Wasser zum Kochen bringen. Der ideale Pastatopf ist höher als sein Durchmesser. Es wird eine Wassermenge von 1 Liter pro 100gr Nudeln benötigt. Erhöht man die Wassermenge um ¼, dann kann das für ein gutes Ergebnis nur von Vorteil sein, denn Nudeln brauchen während der relativ kurzen Garzeit eine möglichst konstante Temperatur. Der Topf sollte ausreichend groß sein, d.h. er sollte auch mit dem Wasser und den Nudeln nur zu zwei Dritteln gefüllt sein. Wenn das Wasser kocht, eine kräftige Prise Salz hinzufügen und das Wasser wieder aufkochen lassen.

Öl oder nicht Öl?

Manche Köche geben mit dem Salz noch etwas Öl mit ins Kochwasser, damit die Nudeln nach dem Kochen nicht zusammenkleben. Andere vermischen erst die gegarten und gründlich abgetropften Nudeln mit Butter oder Öl, denn das Verkleben der Nudeln während des Garens des Garens wird wirkungsvoll durch gelegentliches Umrühren verhindert. Aber das Öl hat auch noch eine andere Wirkung: Es lässt das Wasser weniger schäumen. Wer also nicht ständig ein Auge auf die kochenden Nudeln haben kann , sollte vorsichtshalber etwas Öl ins Wasser geben. Werden die Nudeln mit einer Sauce serviert, ist es sinnvoll kein Öl zu verwenden. Nur so nehmen die Nudeln die Sauce gut an. Wird zu den Nudeln ein Pesto gereicht können Sie ruhig etwas Öl ins Wasser geben

Nun können die Nudeln kochen

Jetzt werden die Nudeln zugegeben! Den Topf mit einem Deckel verschließen und das Wasser wieder zum Sprudeln bringen (Sprudeln, damit eine möglichst hohe Gartemperatur gewährleistet ist). Der Deckel wird dann zu 1/3 zur Seite schieben, damit der Dampf beim weiteren Kochen abzieht. Wer die höheren Kosten für die Energie nicht scheut, kann auch bei offenen Topf fertig garen. Gelegentlich umrühren, damit die Nudeln nicht am Topfboden ansetzen und zusammenkleben.

Wann sind Nudeln gar?

Nudeln sind gar, wenn sie zart sind, jedoch noch Biss haben, sich also beim Daraufbeißen einen kleiner Widerstand bietet. Beim Kochprozess nehmen die Nudeln, mehr oder weniger Wasser auf. Sie werden von außen nach innen immer weicher und quellen auf . Diesen Gargrad nennen die Italiener “al dente” – bissfest. Um genau den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, heißt es, die Nudeln gegen Ende der Garzeit öfters zu probieren. Dass dieser Prozess bei getrockneten und frischen Nudeln unterschiedlich abläuft ist nur logisch. Die speziellen Garzeiten der einzelnen Nudelsorten unterscheiden sich. Nudeln, die nach dem Kochen nochmals weitergegart werden, etwa als Auflauf im Ofen, sollten ein wenig früher – in noch etwas festerem Zustand – abgegossen werden. Denn sie garen beim zweiten Durchgang nochmals etwas nach.

Aus dem Topf auf den Tisch

Bei den teilweisen sehr kurzen Garzeiten – vor allem bei frischen Nudeln muss auch der Garprozess abrupt unterbrochen werden. Die Nudel “in einem Guss” in ein Sieb schütten und abtropfen lassen. An den Nudelformen mit gerippten Oberflächen haften die Saucen, Sughi oder Käse besonders gut. Dies klappt aber nur, solange die Nudel richtig heiß ist und noch nicht zusammen kleben. Dann in eine vorgewärmte Schüssel geben und darin sofort mit der vorbereiteten Soße oder mit etwas Butter oder Olivenöl vermischen und servieren. Auch die Portionsteller sollten vorgewärmt sein, denn Nudeln kühlen recht schnell aus.

Braucht es eine kalte Brause?

Es ist eine weit verbreitete Ansicht, dass die abgegossenen Nudeln noch kalt überbraust werden müssen. Wir empfehlen kaltes Abbrausen nur für Nudeln, die für kalte Gerichte verwendet werden, etwa für Nudelsalat, oder dann, wenn die Nudeln nochmals gegart werden sollen, etwa für Auflauf. Das kalte Abbrausen verhindert ein Nachgaren und damit Weichwerden der Nudeln

Garnitur

Garnierung ist bei Nudelgerichten kein Muss, sieht aber immer hübsch aus. Die meisten Gerichte sind schon sehr farbenfroh und sollten daher eher dezent garniert werden. Kräuter – ob gehackt oder frische einzelne Blätter oder Zweige – sind oft die perfekte Wahl. Glatte Petersilie passt immer, Basilikum sollte nicht fehlen bei Gerichten mit Tomatensauce. Salbai passt hervorragend zu Schweine- und Kalbfleischgerichten. Zu Fisch oder Lamm sieht Rosmarin nicht nur gut aus, es schmeckt auch hervorragend!

Richtiges Portionieren

Neben schneller und unkomplizierter Zubereitung sind Nudeln auch ganz leicht zu portionieren:

  • Suppeneinlagen  20-30gr
  • Vorspeise            50-60gr
  • Beilage                80-100gr
  • Hauptgericht        100-150gr
  • Dessert                 50-80gr

Alle Gewichtangaben beziehen sich auf rohe getrocknete Teigwaren

Lagerung von Nudeln Nudeln als Rohprodukt sollten möglichst dunkel und trocken gelagert werden. So gewährleisten sie eine Mindesthaltbarkeit von zwei Jahren. Das Haltbarkeitsdatum ist auf jeder Packung angegeben.